Prof. Dr. med. Ellen Fritsche
Direktorin
Dr. med. Ellen Fritsche ist Direktorin des SCAHT in Basel, Schweiz. Zuvor war sie über mehr als zehn Jahre ordentliche Professorin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie Leiterin der Arbeitsgruppe „Entwicklung alternativer Methoden für Umwelttoxizitätstests“ am IUF – Leibniz-Forschungsinstitut für Umweltmedizin. Sie ist ausgebildete Ärztin und habilitierte sich 2008 im Fach Umwelttoxikologie.
Sie verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in den toxikologischen Wissenschaften, einschliesslich mechanistischer Studien, sowie über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung neuer in-vitro-Ansätze mit Schwerpunkt auf Entwicklungs- und Erwachsenen-Neurotoxizität sowie endokriner Disruption. Sie koordinierte das Projekt der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zur Entwicklungsneurotoxizität (DNT) mit dem Ziel, eine DNT-in-vitro-Testbatterie für regulatorische Anwendungen nutzbar zu machen. Sie ist an den europäischen Projekten PARC, ONTOX (ASPIS-Cluster) und CHIASMA beteiligt sowie an den EFSA-Projekten „Brain Health“ und „DNT RAP“. Zudem war sie Teil des ENDpoiNTs-Projekts des EURION-Clusters. Sie ist Mitglied der deutschen MAK-Kommission („Gesundheitsschädliche Arbeitsstoffe“) sowie der OECD-Expertengruppen zur DNT-In-vitro-Testung und zum Leitliniendokument 34. Darüber hinaus war sie Mitglied der Arbeitsgruppe „Menschliche Gesundheit“ im Rahmen der europäischen Roadmap zur schrittweisen Abschaffung von Tierversuchen in der Chemikaliensicherheitsbewertung.
Ellen Fritsche ist Autorin von mehr als 200 Publikationen in internationalen Peer-Review-Zeitschriften, wissenschaftlichen Gutachten und Buchkapiteln (ResearchGate h-Index: 50). Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschrift Frontiers in Neurotoxicology. Kürzlich gründete sie zudem das Start-up-Unternehmen DNTOX, das In-vitro-Assays für die Sicherheitsbewertung von Neurotoxizität anbietet.